Zunächst müssen Fettzellen des Patienten zur Verpflanzung gewonnen werden. Dies geschieht meistens durch Fettabsaugung.
Die Fettzellen werden entweder manuell gereingt oder in Spritzen abgefüllt und zentrifugiert (Coleman-Zentrifuge). Dabei bilden sich drei Phasen des Zentrifugates aus, unten Plasma, in der Mitte Fett und oben eine Ölschicht. Das Plasma wird abgelassen und das Fett mit einer Injektionsspritze in den Defekt injiziert. Die Ölfraktion wird verworfen.
Um das Einwachsen von Blutgefäßen in das transplantierte Fett zu erleichtern wird das Fett in mehreren Schichten und fächerformig injziziert.
Untersuchungen haben gezeigt, dass nur etwa die Hälfte des transplantierten Fettgewebes dauerhaft überlebt. In die transplantierten Fettzellen wachsen ortständige Blutgefässe ein und ernähren sie. Für größere Mengen (> 200 ml) ist die Methode nicht geeignet, da hier die Oberfläche zu gering ist und die Blutgefässe nicht einwachsen können. Komplikationen (Infektionen, Ölzysten) sind bei großen Volumina häufig. Da nur ein Teil des Fettgewebes anwächst muss entweder primär überkorrigiert oder der Eingriff bei Bedarf wiederholt werden.