
Schwerkraft, Sonnenbestrahlung und Mimik (Lachen, Stirn runzeln usw.) hinterlassen im Verlauf des Älter werdens ihre Spuren.
Gleichzeitig verliert die Haut ihre jugendliche Elastizität und Regenerationskraft. In der dünneren, schlafferen Haut entstehen Krähenfüße, Lachfalten, Runzeln an den Wangen und der Stirn. Veranlagung und Lebensweise spielen bei der Entstehung des individuellen Faltenbildes eine große Rolle. Ebenso treten bei Personen mit ausgeprägter Mimik früher entsprechende Falten wie beispielsweise quere Stirnfalten bei häufigem Stirnrunzeln auf.
Genauer betrachtet sind Falten „Bruchlinien“ in der Haut und können durch verschiedene Ursachen entstehen. Lebensalter, genetische Veranlagung und Hautschäden (Sonneneinwirkung) spielen dabei eine Rolle.
Vereinfacht gesehen kann man je nach Ursache Schwerkraftfalten, Falten durch Schlafgewohnheiten („Sleep lines“) oder Falten durch Muskelzug unterscheiden.
Falten durch Schwerkrafteinwirkung entstehen durch natürliches Absacken der Weichteile im Alter und werden üblicherweise durch Straffungsoperationen gebessert.
Beim Liegen auf einer Seite können sog. Schlaflinien entstehen. Typischerweise ziehen diese senkrecht und meist in der Pupillenlinie durch Stirn und Wangenknochenregion. Diese Falten werden vor allem durch Augmentations-verfahren (Unterfütterung) gebessert.
Die durch Muskelzug bedingten Falten können durch Augmentation oder Schwächung der Muskulatur (Botulinum Toxin A) behandelt werden.
Ursache der Faltenbildung ist ein Hautüberschuss, der durch Straffung und Entfernen des Hautüberschusses beseitigt wird. Zu diesen Operationen gehören das Facelift und sämtliche Straffungsoperationen am Rumpf (Bauchdecke, Gesäß) und den Extremitäten (Oberarme, Hände, Oberschenkel). Einzelheiten werden dort beschrieben.
Hier finden Sie Links zu den den regionalen Straffungen von
- BauchdeckeBauchdeckenstraffung
- Gesäß
- Oberarme
- Hände
- Oberschenkel
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Fast alle dieser Materialen lösen sich innerhalb von 6 – 9 Monaten wieder auf, so dass die Behandlung wiederholt werden muss. Die Substanzen werden in die Lederhaut oder knapp darunter appliziert. Als erstes wurde tierisches Kollagen dazu verwendet (Zyderm, Zyplast). Nachteil dieser Substanzen ist ein gewisses Allergierisiko, so dass vorher zur Testung an unauffälliger Stelle die Verträglichkeit getestet werden muss. Heute hat Kollagen fast keine Bedeutung mehr.Eine Besonderheit stellt Artecoll dar, bei dem mikroskopisch kleine Kunststoffkügelchen mit Kollagen gemischt werden. Der Kunststoffanteil löst sich nicht auf, ruft aber gelegentlich Fremdkörperreaktionen hervor. Weiterhin wurden halbsynthetische und vollsynthetische Materialien entwickelt, die entweder auf die Hyaluronsäure (z.B. Restylane) oder das Polylactid (z.B. New Fill) zurückzuführen sind. Diese Substanzen haben kein Allergierisiko und können ohne vorherige Testung verwendet werden.
©Q-Med AB
Fast alle dieser Materialen lösen sich innerhalb von 6 – 9 Monaten wieder auf, so dass die Behandlung wiederholt werden muss. Die Substanzen werden in die Lederhaut oder knapp darunter appliziert. Als erstes wurde tierisches Kollagen dazu verwendet (Zyderm, Zyplast). Nachteil dieser Substanzen ist ein gewisses Allergierisiko, so dass vorher zur Testung an unauffälliger Stelle die Verträglichkeit getestet werden muss. Heute hat Kollagen fast keine Bedeutung mehr.
Eine Besonderheit stellt Artecoll dar, bei dem mikroskopisch kleine Kunststoffkügelchen mit Kollagen gemischt werden. Der Kunststoffanteil löst sich nicht auf, ruft aber gelegentlich Fremdkörperreaktionen hervor.
Weiterhin wurden halbsynthetische und vollsynthetische Materialien entwickelt, die entweder auf die Hyaluronsäure (z.B. Restylane) oder das Polylactid (z.B. New Fill) zurückzuführen sind. Diese Substanzen haben kein Allergierisiko und können ohne vorherige Testung verwendet werden.
Verwendet werden entweder körpereigene Transplantate (Lederhaut) oder schlauchförmige Kunststoffe (z.B. Softform, Goretex) oder Metalle (Goldfäden), die unter den eingesunkenen Hautbereich implantiert werden und ihn anheben. Die Materialien lösen sich nicht auf und sind in der Regel gut verträglich.
Bei dieser sehr eleganten Methode wird abgesaugtes Fettgewebe zur Unterfütterung von Falten eingespritzt. Etwa 50% des Fettgewebes verbleibt dauerhaft, so dass entweder überkorrigiert oder der Eingriff wiederholt werden muss. Größere Defekte können damit aber nicht behandelt werden.
Diese Methode eignet sich z.B. für die sog. Zornesfalten, Krähenfüsse oder bandförmige Verdickungen am Hals (Platysma Bänder). Bei der Behandlung werden geringe Mengen des Nervengiftes Botulinum Toxin A (Botox, Dysport) um die Muskeln gespritzt. Die Mengen sind so gering, dass auf keinen Fall Vergiftungen ausgelöst werden können. Die Wirkung tritt nach etwa 24 – 72 Stunden ein und dauert 4 – 6 Monate an. Die Behandlung kann beliebig oft wiederholt werden. Bei wiederholter Anwendung beobachtet man auch, dass die Falten insgesamt auf Dauer abgeflacht werden, da der Muskelzug fehlt. Einzige Nebenwirkung ist eine mögliche Überdosierung die zur vorübergehenden Schwächung benachbarter Muskeln (Lidhebung, Halsmuskulatur) führen kann.

Impulsübertragung Nerv auf Muskel Blockade durch Botulinumtoxin
Fast alle Unterspritzungen können entweder in Lokalanästhesie oder ohne Betäubung (Botox ) durchgeführt werden. Für ein Facelifting ist eine Vollnarkose zu empfehlen.
Die Fremdmaterialien werden in der Regel sehr gut vertragen. Nur in seltensten Fällen gibt es eine Unverträglichkeit. Bei Botulinum-Toxin ist eine Überdosierung mit Schwächung zusätzlicher Muskeln (Lidhebung, Schluckbeschwerden) möglich. Dies ist aber vollständig reversibel nach Abklinken der Wirkung.
Es ist in der Regel keine spezielle Nachbehandlung erforderlich.
Die Vielfalt der Möglichkeiten bedingt ein großes Preisspektrum. Es reicht von € 250,-- für einfache Unterspritzungen bis zu mehreren 1000 € für das Facelifting.