„Botox-Partys“ machen in der letzten Zeit immer häufiger von sich reden. Vor allem Frauen erhoffen sich ein faltenfreies Antlitz durch das Bakteriengift Botulinumtoxin.
Bei geselligem Beisammensein wird das Mittel Verjüngungswilligen in die entsprechende Gesichtsmuskulatur eingespritzt und diese dadurch gelähmt. Immer mehr Ärzte und Kliniken kommen dem kosmetischen Wunsch, die Haut mit Hilfe des Giftes zu glätten, entgegen. Auch manche deutsche Mediziner kommen ihren Kunden beziehungsweise Patienten dabei (räumlich) so sehr entgegen, dass sie diesen Dienst in Kosmetikinstituten oder Umkleidekabinen von Sportclubs anbieten. Hier kann allerdings der medizinische Standard, den ein solcher Eingriff erfordert, nicht garantiert werden.
Neben ausreichenden hygienischen Bedingungen fehlt dabei oft auch die ausreichende Aufklärung der Kunden über Nebenwirkungen und Grenzen des Eingriffs. Gründe für die „lockere Handhabe“ sind eine Verharmlosung des Wirkstoffes sowie ein verantwortungsloses Profitdenken. Im Prinzip kann jeder approbierte Mediziner sich das Gift besorgen und – ohne vorher eine entsprechende Fortbildung besucht zu haben – „drauflos spritzen“. Die Regeln ärztlicher Praxis werden vernachlässigt und eine Branche droht, in Verruf zu geraten.
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